Miteinander reden

Zuhören und Missverständnisse

Miteinander zu reden – ob mit oder ohne Worte – ist eine wichtige Grundlage für jede Art von Beziehung. Oftmals nehmen wir dies jedoch als völlig selbstverständlich hin und machen uns keine großartigen Gedanken darüber, ob wir auch richtig verstanden werden. So können Missverständnisse entstehen. Dabei kommt häufig das Gefühl auf, das Gegenüber müsste doch ganz genau wissen, was gemeint ist, und doch redet man glatt aneinander vorbei.

Manchmal liegt es nur daran, dass nicht richtig zugehört wird. Man ist mit den Gedanken woanders oder durch eine Beschäftigung abgelenkt. Aktives Zuhören ist eine der wichtigsten Regeln für ein besseres Verstehen.


Körpersprache ist ein Verstehen ohne Worte

Wie wichtig das Gespräch ist, wird oft erst deutlich, wenn der pflegebedürftige Angehörige sich nicht mehr sprachlich ausdrücken kann. Aber es geht auch ohne Worte. Ein Großteil dessen, was wir anderen mitteilen, machen wir nicht mit, sondern ohne Worte, beispielsweise durch unsere Körpersprache.

Gerade in der Pflege sagt der Gesichtsausdruck und die Körperhaltung oft mehr als alle Worte. Pflege bedeutet, miteinander in Beziehung zu treten. Diese Beziehung wird vor allem durch Gespräche, durch Zuhören und Mitteilen, Fragen und Antworten - aber auch durch eine Handlung wie ein verständnisvoller Blick oder eine liebevolle Geste aufgebaut. Körperliche Berührungen in der Körperpflege können als angenehm empfunden werden, aber auch als distanzierend oder abwertend. Beziehung wird so auch oft erspürt.



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