PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE


Vereinsamung

Ans Haus gebunden


Pflegende Angehörige beschreiben nicht selten eine zunehmende Vereinsamung. Tatsächlich haben sie mit wachsender Dauer der Pflege immer weniger freie Zeit zur Verfügung. Spätestens, wenn der Pflegebedürftige überhaupt nicht mehr allein gelassen werden kann, fühlen sie sich vielfach vollends ans Haus gebunden. Die Folge ist nicht nur, dass sie seltener unter Menschen kommen. Alte Freundschaften bröckeln häufig weg, manche Bekanntschaften schlafen ein, da kaum Zeit für Treffen bleibt. In anderen Fällen melden sich Freunde nicht mehr, weil sie sich mit einer Pflegesituation nicht auseinandersetzen wollen oder können. Bei manchen ist es nur die Furcht, nicht den richtigen Ton und die richtigen Worte zu treffen.


Isolation

Oft laden pflegende Angehörige keine Verwandten, Freunde oder Nachbarn mehr ein – und nehmen keine Einladungen mehr an. Besonders pflegende Ehepartner nennen öfter als Grund, dass sie sich auch für den Zustand ihres Partners schämten. Auch sonstige Aktivitäten, die früher für Freude und Entspannung sorgten, finden immer seltener statt. Dieser Rückzug vom gesellschaftlichem Leben fördert die soziale Isolation.

Besonders ältere Menschen, die in unserer Gesellschaft ohnehin zunehmend von sozialer Isolation bedroht sind, sollten dies als pflegende Angehörige nicht durch einen unnötigen Rückzug verstärken. Das Gegenteil wäre der bessere Weg: Sie sollten regelmäßig die Nähe von Verwandten, Freunden und Nachbarn suchen, auch um über den Zustand des Pflegebedürftigen zu informieren. Vereinsamung und Isolation vermindern nicht nur die Lebensqualität, sondern sie können auch zu depressiven Verstimmungen führen.


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