PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE


Umgang mit Medikamenten

Kurzer Weg zum Missbrauch


Medikamente sind wohl in jedem Haushalt zu finden: Manche heilen Krankheiten und Störungen, andere beugen ihnen vor und wieder andere lindern Schmerzen oder sorgen für Beruhigung. Werden Arzneimittel genommen, ohne dass ein medizinischer Grund vorliegt, wird von Medikamentenmissbrauch gesprochen. Auch wenn sie in höherer Dosierung oder länger als verordnet eingenommen werden.


Da es nicht schwer ist, an Medikamente zu gelangen, werden besonders Schmerz- und Beruhigungsmittel auch ohne ärztliche Verordnung geschluckt, um ein bestimmtes Befinden zu erlangen. Gesundheitsschädliche Folgen dieses Missbrauchs werden ebenso ignoriert wie das hohe Risiko, abhängig zu werden. Der unwiderstehliche Wunsch oder Zwang, das Mittel zu nehmen, ist ein Anzeichen von Medikamentenabhängigkeit. Unruhe und Entzugssymptome bei geringerer Dosis, aber auch nachlassende Wirkung, die nur durch höhere Dosierung ausgeglichen werden kann, sind weitere Anzeichen.


Medikamente im Pflegealltag

Die Pflege eines kranken Menschen ist für Angehörige eine belastende Situation. Auch die Anteilnahme und Sorge um den Erkrankten führt zu einer ständigen seelischen Anspannung, wie Betroffene häufig berichten. Wenn dann Entlastung ausbleibt, wird oft auf Medikamente zur schnellen Entspannung gesetzt. An den Ursachen der Belastung ändert sich jedoch nichts.

Ehemalige Betroffene warnen immer wieder, wie aus der anfangs gelegentlichen Betäubung durch Medikamente allmählich Gewohnheit und schließlich Sucht werden kann. Viel Erleichterung habe es ihnen dagegen erschafft, sich jemandem über die belastende Pflegesituation anvertrauen zu können, berichten sie. Denn anders als der Medikamentenkonsum biete das Gespräch mit anderen die Chance, Lösungen für die Belastungen und Probleme des Pflegealltags zu finden.

 

 

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