PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE


Eltern-Kind-Beziehung

Die Eltern-Kind-Beziehung verändert sich im Laufe des Lebens


Die allmähliche Loslösung heranwachsender Kinder von ihren Eltern ist ein normaler Vorgang. Manchmal kann es dabei jedoch zu einer Krise kommen - auch wenn die Kinder inzwischen erwachsen sind und ihr eigenes Leben führen. Konflikte treten dann auf, wenn die Loslösung nicht mit der Zeit zu einem neuen Miteinander und zu einem neuen Eltern-Kind-Verhältnis gewachsen ist. Dann kann es beispielsweise vorkommen, dass die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse hinter denen der Eltern zurückstellen, dass sie ihre eigenen Freiräume zu wenig wahrnehmen oder dass sie immer noch verstärkt die elterliche Anerkennung suchen.


Neues Miteinander erlernen

Für eine erwachsene Eltern-Kind-Beziehung sind gegenseitiger Respekt und eine ausgewogene Balance der Wünsche und Vorstellungen beider Seiten notwendig. Die Eigenständigkeit als Erwachsener wird von den Kindern bewusst gelebt und von den Eltern akzeptiert. Auch gibt es eine versöhnliche Stimmung gegenüber den Eltern und gegenüber den Kindern. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch nicht unbedingt einfacher, sich von alten familiären Gewohnheiten und Mustern zu lösen.


Neue Rollen im Pflegealltag

Mit der Pflegebedürftigkeit der eigenen Eltern beginnt eine neue Lebensphase, in der die erwachsenen Kinder ihren Eltern zunehmend in einer anderen Rolle begegnen.

Eine besondere Herausforderung stellt dabei der zunehmende Unterstützungs- bzw. Pflegebedarf der Eltern dar. Die erwachsenen Kinder erkennen, dass ihre Eltern die gewohnten Elternfunktionen nicht mehr ausfüllen können und selbst zunehmend Zuspruch und Hilfe der Kinder benötigen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Eltern zu Kindern werden und die Kinder zu den Eltern der alten Eltern. Vielmehr geht es darum, Schritt für Schritt eine neue Rolle innerhalb der Familie einzunehmen.

Nicht nur die erwachsenen Kinder, auch die alten Eltern müssen ihre neue Rolle akzeptieren lernen. Es gehört zum Altwerden, Hilfe und Unterstützung der Kinder annehmen zu lernen, innerhalb der Familie muss eine neue Balance von „Geben und Nehmen“ gefunden werden.

 

 

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