PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE


Umgang mit Demenz

Wenn das Gehirn abbaut


Die meisten alten Menschen mit der allgemeinen Diagnose Demenz leiden an der Alzheimer-Krankheit. Bei einer Demenz baut das Gehirn des Betroffenen mit der Zeit rapide ab – immer mehr Nervenzellen im Gehirn und ihre Verbindungen untereinander funktionieren nicht mehr. Was schleichend mit gelegentlichen Gedächtnisstörungen beginnt, kann zum Schluss im Zerfall der gesamten Persönlichkeit münden.


Unter den Begriff Demenz fallen verschiedene Erkrankungen des Gehirns mit ihren verschiedenen Ursachen. Bei Alzheimer ist es der altersbedingte Abbau des Gehirns. Bei anderen Demenzen liegt die Ursache in der gestörten Durchblutung des Gehirns. Auch lang andauernde Alkoholsucht oder Vitaminmangel können zu Demenz führen. Die Folgen sind immer ähnlich: Es beginnt mit Gedächtnis-störungen. Nach gewohntem Aufräumen werden Gegenstände nicht wiedergefunden – oder später zufällig an ungewöhnlichen Plätzen. Das Denken fällt schwer, und das Urteilsvermögen schwindet. Bald kommen Probleme mit der Orientierung dazu. Die Betroffenen finden sich selbst in ihren Wohnungen kaum noch zurecht, außerhalb überhaupt nicht mehr. Die Sprache geht allmählich verloren, immer öfter fehlen einfache und passende Worte. Gefühlsäußerungen werden seltener und sind für Angehörige oft schwerer nachvollziehbar.

Lange und intensive Pflege

Bei Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, läuft der geistige Abbau oft weit schneller ab als der körperliche. Die Dauer der notwendigen Pflege ist dadurch meistens sehr lang und kann sich über viele Jahre erstrecken.

Für pflegende Angehörige, die einen Demenz-Patienten betreuen, sind die Belastungen aber auch aus anderen Gründen sehr hoch. Die Persönlichkeit des einst vertrauten Menschen kann sich stark verändern. Häufig entwickeln sich Misstrauen und Aggressivität. Der geistige Abbau kann soweit gehen, dass der Pflegende nicht mehr als naher Angehöriger erkannt wird. Wenn dann noch Probleme mit der Verständigung dazu kommen, reißt die Gefühlsbeziehung zum Erkrankten irgendwann ab. Viele pflegende Angehörige von Demenz-Patienten tun sich auch schwer damit, dass von den Erkrankten kaum Dankbarkeit für die Zuwendung kommt. Sie wissen zwar, dass dies eine Folge der Krankheit ist und selten böse Absicht, trotzdem enttäuscht und verletzt der Mangel an Anerkennung.

Als besondere Belastung beschreiben pflegende Angehörige, dass Demenz-Erkrankte 24 Stunden am Tag intensive Betreuung benötigen. Darunter leidet oft die eigene Gesundheit. Außerdem vereinsamen viele pflegende Angehörige in dieser Zeit.

 

 

Links zum Thema:



Informationsplattform zum Thema Demenz

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Kostenloses Online-Programm für pflegende Angehörige, die einen Menschen mit Demenz versorgen

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Deutsche Alzheimer Gesellschaft

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