PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE


Herausforderungen im Pflegealltag

Achten Sie frühzeitig auf sich



Einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause zu betreuen, ist eine schwere Aufgabe. Sie kostet viel körperliche und noch mehr seelische Kraft.
Viele pflegende Angehörige unterschätzen zu Anfang leicht, wie anstrengend die Arbeit ist. Und je weiter die Erkrankung des Pflegebedürftigen fortschreitet, desto mehr Aufgaben sind zu bewältigen. Zeit wird immer knapper, das eigene Leben kommt zu kurz. Vielfach gestehen sich pflegende Angehörige erst sehr spät ein, dass sie überfordert sind. Manchmal erst dann, wenn sie von andauernder Erschöpfung selbst krank werden.


Pflege und das eigene Leben

Besonders auch erwachsene Kinder fühlen sich für das Wohlergehen ihrer Eltern verantwortlich, wenn die durch Alter oder Krankheit mehr Hilfe brauchen. Der Wunsch zu helfen und der eigene Lebensalltag können dabei oft aufeinander prallen: Die Tochter möchte ihre Mutter unterstützen, muss sich aber auch um ihre eigenen halbwüchsigen Kinder kümmern; der Sohn möchte gerne mehr für seinen Vater da sein, kann dies aber nur schwer mit seinen Arbeitszeiten vereinbaren. Sorgen und Konflikte treten auf, aber auch Momente voller Dankbarkeit, Liebe und Zuneigung.

Mehrfachbelastung

Was mit einfachen Hilfen beginnt, kann sich nach und nach zu typischen Pflegetätigkeiten entwickeln, die anstrengend sind und auch Zeit beanspruchen. Für den pflegenden Angehörigen entsteht eine Mehrfachbelastung, denn er muss seinen eigenen Berufs- und Familienalltag bewältigen sowie gleichzeitig für den Pflegebedürftigen da sein. Fehlende Zeit wird oft vom notwendigen Schlaf oder den Pausen am Tage abgezwackt. Fehlende Erholung macht dem eigenen Körper jedoch auf Dauer bedrohlich zu schaffen. Außerdem führt die Mehrfachbelastung viele pflegende Angehörige zunehmend in eine Isolation: Es bleibt kaum mehr Zeit für eigene Interessen und den Freundeskreis.

Seelischer Druck

Lesen Sie hier, wie pflegende Angehörige selbst den Druck des Pflegealltags beschreiben und welche Gedanken sie sich dazu machen. Erfahren Sie auch, wie die Psychologie die seelischen Belastungen sieht, die sich aus einer überfordernden Pflegesituation ergeben können. Seelische Belastungen sind nicht harmlos, aber oft wird erst auf sie reagiert, wenn sie sich mit körperlichen Beschwerden bemerkbar machen.


Weitere Herausforderungen im Pflegealltag:

Alkohol
Demenz
Eltern-Kind-Beziehung
Medikamente
Sexualität
Todeswünsche und Erlösungsphantasien
Trauer und Abschiednehmen
Vereinsamung


In Ihrem Alltag brauchen Sie viel Kraft und emotionale Stärke. Sich selbst zu stärken geht einfacher, als Sie vielleicht denken. Holen Sie sich Tipps für Ihr Wohlbefinden!

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