PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE


Körperliche Beschwerden

Warnsignale des Körpers


Körperliche Beschwerden und Schmerzen haben zwei Ursachen: Entweder sind sie die Folgen bereits vorhandener Erkrankungen und Störungen, oder sie sind eindringliche Warnsignale des Körpers. Warnsignale dafür, dass dem Körper zu viel zugemutet wird. Das muss nicht immer eine körperliche Überlastung sein wie etwa durch zu schweres Heben oder Tragen. Auch Stress und negative Gefühle, für die kein Ende absehbar ist, können eine Überlastung darstellen. Körper und Geist sind eine untrennbare Einheit. Körperliche Beschwerden und Schmerzen können daher auch Warnsignale sein, dass der Seele zu viel zugemutet wird.


Körperliche Beschwerden im Pflegealltag


In Befragungen geben 70 bis 90 Prozent der pflegenden Angehörigen an, unter körperlichen Beschwerden zu leiden: Erschöpfung, Beschwerden von Herz und Magen, Gliederschmerzen und besonders Rückenprobleme wurden am häufigsten genannt. Mehr als die Hälfte der Befragten beurteilt den eigenen Gesundheitszustand schlechter als zu Beginn der Pflege.

Pflege bedeutet oft körperliche Schwerstarbeit. Besonders das Umsetzen von Patienten etwa von der Bettkante in den Rollstuhl, belastet den Rücken stark. Hier können Hilfsmittel und eine richtige Technik für Entlastung sorgen.


Psychosomatische Beschwerden


Die Pflege eines Erkrankten ist für Angehörige oft eine schwere seelische Belastung. Je länger der Zeitraum der Pflege ist, desto häufiger fühlen pflegende Angehörige sich überfordert. Durch ihre erschwerte Lebenssituation sind sie besonders anfällig für psychosomatische Beschwerden; Beschwerden also, die ihre Ursachen in der Störung des Einklangs von Körper und Seele haben. Häufig sind dies Hautkrankheiten, Asthma, Migräne und Bauchschmerzen. Der Schlüssel zur Linderung liegt hier oft in der Entlastung der Seele.


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