PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE


Was ist "Burnout"?


Burnout ist eine Reaktion von Körper und Seele auf andauernde Überlastung. Es ist keine Krankheit, die der Arzt durch ein paar eindeutige Symptome sofort erkennt. Burnout ist eine totale Erschöpfung von Körper und Geist, deren Folgen die Leistungsfähigkeit und das gesamte Leben des Betroffenen sehr schwer beeinträchtigen. Das „Ausbrennen“, so die Übersetzung des Begriffes aus dem Englischen, kann viele Ursachen haben. Meistens sind es zu hohe Erwartungen und Ziele, die man sich gesetzt hat, aber nicht erreichen kann. Je länger und verbissener an zu hohen Zielen festgehalten wird, desto stärker kann es zu dem Gefühl kommen, völlig ausgebrannt zu sein. Andauernder Stress verstärkt dies.


Woran ist ein Burnout zu erkennen?

Mit vielen Anzeichen kann sich Burnout bemerkbar machen. Unruhe und ständige Anspannung gehören dazu, ebenso zunehmende Leistungs- und Antriebsschwäche. Die Begeisterung und Motivation im Berufs- und im Privatleben sinkt.
Es gelingt nicht mehr, sich wirklich zu erholen. Öfter wird versucht, sich durch Alkohol oder Medikamente Entspannung zu verschaffen. Die Stimmung pendelt oft – mal völlig teilnahmslos, mal aggressiv. Mehr als die Hälfte aller Menschen, die unter Burnout leiden, zeigen auch depressive Verstimmungen.

Wie ensteht ein Burnout?

Burnout entsteht über einen längeren Zeitraum in drei Stufen:

  • Stufe 1:
    Zunächst fühlt sich der Betroffene leistungsfähig und unentbehrlich. Mit großer Aktivität scheint er alle Anforderungen zu meistern. Die Ansprüche an sich und andere sind hoch. Negative Gefühle werden verdrängt. Der persönliche Einsatz wird erhöht, um die gewohnte Leistung zu bringen. Wenn das nicht mehr gelingt, naht die zweite Stufe.

  • Stufe 2:
    Immer öfter treten Gefühle wie Missmut, Unzufriedenheit und Verbitterung auf. Ständig scheint es an Zeit zu fehlen. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Körperliche Beschwerden nehmen zu.

  • Stufe 3:
    In Stufe drei ist der Leidensdruck bereits sehr groß. Die eigenen Ziele werden öfter von Gefühlen wie Sinnlosigkeit und Verzweiflung überdeckt. Der Betroffene ermüdet schnell. Panikattacken sind nicht selten. Häufig wächst das Misstrauen gegenüber anderen Menschen und führt zum Rückzug von ihnen.

 

Pflegende Angehörige besonders gefährdet

Bei „helfenden Berufen“ – zum Beispiel bei Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger oder Lehrerinnen und Lehrer – war Burnout vor rund 40 Jahren erstmals aufgefallen. Die Ursachen wurden in der hohen Arbeitsbelastung und dem besonders hohen persönlichen Einsatz dieser Berufe gesehen. Das gleiche trifft für pflegende Angehörige zu. Sie sind eine besonders anfällige Gruppe für Burnout. Bei ihnen kommt sogar noch ein weiterer Punkt erschwerend hinzu: Für ihre intensive Betreuung und Pflege erhalten sie kaum Anerkennung. Heute gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Vorbeugung und zur Behandlung von Burnout.

 

 

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Stress und Überforderung

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